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Studieren bei der Bundeswehr: als Offizier oder nach dem Dienst

Die Bundeswehr ist auch ein Bildungsweg. Ob du als Offizier an einer Bundeswehr-Uni studierst oder nach der Dienstzeit zivil – beides wird unterstützt. Ein Überblick über die zwei Wege.

·Lesezeit ~5 Min

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Offiziersanwärter studierst du an einer der beiden Bundeswehr-Universitäten (Hamburg oder München) – bei vollem Sold und ohne Studiengebühren.
  • Das ist an eine Verpflichtung von meist 13 Jahren gebunden; studiert wird in Trimestern (Master in rund vier statt fünf Jahren).
  • Soldaten auf Zeit können nach dem Dienst zivil studieren – gefördert vom Berufsförderungsdienst.
  • Während einer Vollzeit-Bildungsmaßnahme gibt es Übergangsgebührnisse plus 25 % Bildungszuschuss.

Weg 1: Studium an der Bundeswehr-Universität

Die Bundeswehr hat zwei eigene Hochschulen: die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg und die Universität der Bundeswehr in München. Dort studieren vor allem Offiziersanwärter – im Anschluss an die militärische Grundausbildung. Studiert wird in Trimestern statt Semestern: Drei Trimester pro Jahr mit je rund zwölf Wochen verdichten den Stoff so, dass ein Bachelor in etwa drei und ein Master in rund vier Jahren erreichbar ist.

  • Bezahlt: Du studierst als Soldatin oder Soldat mit vollem Sold und ohne Studiengebühren; die Hochschulen sind Campus-Unis mit eigener Unterkunft.
  • Anerkannt: Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt, akkreditiert und zivil voll verwertbar. Sanitätsoffiziere studieren an öffentlichen Universitäten.
  • Bindung: Ein Studium ist an eine Verpflichtung von meist 13 Jahren geknüpft. Sie wird stufenweise festgesetzt und endgültig erst nach dem Studienabschluss wirksam.

Weg 2: Zivil studieren nach der Dienstzeit

Als Soldat auf Zeit musst du nicht an der Bundeswehr-Uni studieren. Du kannst nach dem Dienst ein ziviles Studium aufnehmen – und wirst dabei vom Berufsförderungsdienst unterstützt. Wie lange und in welcher Höhe gefördert wird, hängt von deiner Dienstzeit ab: Je länger du gedient hast, desto größer ist der Förderrahmen für Lehrgangs- und Maßnahmekosten.

Den Lebensunterhalt während des Studiums sichern in dieser Phase die Übergangsgebührnisse. Studierst du in Vollzeit an einer geförderten Maßnahme, erhöhen sie sich um einen Bildungszuschuss von 25 %. So lässt sich ein Studium finanziell überbrücken, ohne sofort nebenher arbeiten zu müssen.

Was du abwägen solltest

  • Bundeswehr-Uni: bezahltes Studium, anerkannter Abschluss und eine klare Karriereperspektive – dafür aber die lange Bindung von rund 13 Jahren und die militärische Verpflichtung.
  • Ziviles Studium nach dem Dienst: mehr Freiheit bei Fach und Ort – dafür hängen Förderhöhe und -dauer an deiner Dienstzeit, und du planst die Studienfinanzierung selbst.

Profi-Kniff: Wer als Soldat auf Zeit zivil studieren will, sollte frühzeitig – rechtzeitig vor dem Dienstzeitende – mit dem Berufsförderungsdienst sprechen und die Vollzeit-Maßnahme so legen, dass Übergangsgebührnisse und Bildungszuschuss optimal greifen. Das verschenkt sonst leicht Geld und Förderzeit.

Quellen Studieninformation: unibw.de · Universitäten der Bundeswehr: bundeswehr.de
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung (Stand Juni 2026). Verpflichtungszeiten, Studiendauer und Förderbedingungen können sich ändern und hängen von Laufbahn und Einzelfall ab; maßgeblich sind die Angaben der Bundeswehr und des Berufsförderungsdienstes. Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Kostet das Studium an einer Bundeswehr-Universität etwas?
Nein. Als Offiziersanwärter studierst du bei vollem Sold und ohne Studiengebühren – gebunden an eine Verpflichtung von meist 13 Jahren.
Kann ich nach der Dienstzeit zivil studieren?
Ja, gefördert vom Berufsförderungsdienst. Während einer Vollzeit-Bildungsmaßnahme gibt es Übergangsgebührnisse plus 25 % Bildungszuschuss.

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