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Ratgeber · Bewerbung

Auswahlverfahren: Unteroffiziere & Feldwebel

Fachunteroffiziere und Feldwebel: ohne und mit Portepee, Aufgaben, Dienstgrade, Voraussetzungen und Ablauf des Auswahlverfahrens.

·Lesezeit ~6 Min

Zwei Richtungen: ohne und mit Portepee

Die Laufbahngruppe der Unteroffiziere teilt sich in zwei Richtungen: Fachunteroffiziere (Unteroffiziere ohne Portepee) und Feldwebel (Unteroffiziere mit Portepee). Beide sind Fachleute ihres Gebiets – der Unterschied liegt im Grad an Führungsverantwortung.

Fachunteroffiziere (ohne Portepee)

Fachunteroffiziere sind die Spezialistinnen und Spezialisten des Fachdienstes – vergleichbar mit Gesellinnen und Gesellen im zivilen Beruf. Sie arbeiten in einer Vielzahl technischer und logistischer Verwendungen. Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss. Die Dienstgrade reichen vom Unteroffizier bis zum Stabsunteroffizier.

Feldwebel (mit Portepee)

Feldwebel sind zusätzlich militärische Vorgesetzte, Ausbilder und Führer. In der Grundausbildung etwa sind sie die Ausbilder der Rekrutinnen und Rekruten. Vorausgesetzt wird ein Hauptschulabschluss mit förderlicher Berufsausbildung oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss). Die Verpflichtungszeit ist deutlich länger als bei Mannschaften – häufig rund zwölf bis dreizehn Jahre. Die Dienstgrade reichen vom Feldwebel über Oberfeldwebel, Hauptfeldwebel und Stabsfeldwebel bis zum Oberstabsfeldwebel.

Voraussetzungen im Überblick

  • Fachunteroffiziere: in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss.
  • Feldwebel: Hauptschulabschluss mit förderlicher Berufsausbildung oder ein mittlerer Schulabschluss.
  • Mindestalter 17 Jahre, deutsche Staatsbürgerschaft.
  • Längere Verpflichtungszeit als bei Mannschaften, bei Feldwebeln häufig zwölf bis dreizehn Jahre.

Das Auswahlverfahren

Der Ablauf im Karrierecenter ähnelt dem der Mannschaften: Computertest (CAT), Sporttest (BFT), ärztliche Untersuchung, eignungsdiagnostisches Interview und Einplanungsgespräch. Der wichtigste Unterschied liegt im Computertest – Inhalte und Anforderungen richten sich nach der angestrebten Laufbahn und sind anspruchsvoller als auf Mannschaftsebene. Den Gesamtablauf erklären wir im Überblick zur Musterung & zum Auswahlverfahren.

Aufstieg und Perspektive

Aus der Feldwebellaufbahn ist später der Wechsel in die Offizierlaufbahn im militärfachlichen Dienst möglich. So lassen sich Fachexpertise und Führungsverantwortung über die Jahre weiter ausbauen.

Längere Bindung – größere Bedeutung der Absicherung

Wer sich für viele Jahre verpflichtet, sollte früh klären, was bei Dienstunfähigkeit passiert. Mehr dazu im Ratgeber Dienstunfähigkeit vs. Berufsunfähigkeit. Den Gesamtüberblick findest du unter Musterung & Auswahlverfahren.

Quellen Voraussetzungen für den Dienst & Laufbahnen: bundeswehr.de
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information (Stand 06/2026). Voraussetzungen und Verfahren können sich ändern; maßgeblich sind die offiziellen Vorgaben der Bundeswehr. Angaben ohne Gewähr. Dieser Text ersetzt keine individuelle Beratung.
Was ist der Unterschied zwischen Fachunteroffizier und Feldwebel?
Fachunteroffiziere (ohne Portepee) sind Fachspezialisten. Feldwebel (mit Portepee) sind zusätzlich militärische Vorgesetzte, Ausbilder und Führer.
Welchen Schulabschluss brauche ich?
Für Fachunteroffiziere in der Regel mindestens einen Hauptschulabschluss, für Feldwebel einen Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung oder einen mittleren Schulabschluss.
Wie lange dauert die Verpflichtung?
Sie ist länger als bei Mannschaften – bei Feldwebeln häufig rund zwölf bis dreizehn Jahre.
Wie unterscheidet sich das Auswahlverfahren von dem der Mannschaften?
Der Ablauf ist ähnlich; vor allem der Computertest ist je nach Laufbahn anspruchsvoller. Sporttest, ärztliche Untersuchung und Interview gehören ebenfalls dazu.

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